Reinhard Kleist: Castro


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Reinhard Kleist ist aktuell einer der renommiertesten deutschen Comickünstler. Im Jahr 2008 brach er zu einer vierwöchigen Reise durch Kuba auf. Seine Impressionen brachte er zunächst im Band "Havanna" in schwarzweißen oder stimmungsvoll kolorierten Einzelillustrationen aber auch in kurzen Comic-Einschüben zu Papier. Am Ende von "Havanna" schildert Kleist wie er fiktive Diskussionen mit dem in Kuba auf zahllosen Plakaten allgegenwärtigen Fidel Castro führte. Noch im Flugzeug ruft ihm dessen Foto aus der Parteizeitung entgegnet: "Was hast Du schon gesehen von unserem Land? Was maßt du dir ein Urteil an?! Letztlich bist du nur ein Tourist..."


Doch während Kleist in "Havanna" noch eher als Beobachter tätig war, maßt er sich danach in der Graphic Novel "Castro" wirklich ein Urteil an. Er erzählt nicht nur die Biografie vom Maximo Leader sondern auch von den Auswirkungen seiner Revolution auf die kubanische Bevölkerung. "Castro" handelt nicht nur von Fidel sondern erzählt eine sehr vielschichtige alles andere als unkritische Biografie der kubanischen Revolution.

Dass Reinhard Kleist zudem noch ein begnadeter Zeichner ist, muss spätestens nach " Cash - I see a Darkness" nicht mehr erwähnt werden (Die Graphic Novel erhielt 2007 den Münchner Comicpreis PENG! und wird gerade neu veröffentlicht als Band 9 in der SZ-Bibiliothek Graphic Novels). Sowohl seine eleganten schwarzweißen Zeichnungen als auch seine Aquarelle gewinnen noch, wenn sie im Original betrachtet werden.

Die Möglichkeit hierzu besteht im Rahmen des Comicfestivals vom 23. bis 26. Juni im Foyer des Kulturreferats der Landeshauptstadt München in der Burgstraße 4. Mit freundlicher Unterstützung des Carlsen Verlages werden hier ausgewählte Originalzeichnungen aus "Havanna" und "Castro" sowie eine Zusammenstellung von Kleists Reisefotos aus Kuba, welche die beiden Comicbände inspiriert haben, gezeigt.


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