Mertikat/Schreuder: Steam Noir

2010 sorgten die Comic-Debütanen Felix Mertikat und Benjamin Schreuder mit der lyrischen Comic-Fabel Jakob für ein Aufhorchen im Feuilleton-Blätterwald. Ihre grafische Novelle, die die Themen Tod und Trauerbewältigung durch ungewohnte Kindersicht zeigte, wurde allerorten gefeiert und mit dem Sondermann-Preis der Frankfurter Buchmesse ausgezeichnet.

Ihr nächstes Projekt ist noch um einiges größer und epischer angelegt. Der erste Band der vierbändige Steam-Punk-Saga Steam Noir wird noch in diesem Jahr bei Cross Cult erscheinen. Die Serie spielt in einem zeitentrückten, viktorianisch angehauchten Universum, in dem Dampf betriebene Maschinen, wiederkehrte Seelen und andere übernatürliche Phänomene den Alltag der Menschen bestimmen. Der Bizzaromant - eine Art paranormaler Detektiv - Heinrich Lerchenwald wird in einen Kriminalfall verwickelt, der ihn in den Grenzbereich zwischen der menschlichen Welt und der Welt der "Wiedergekehrten" zerrt.

Den grotesken Humor und die sinnliche Erzählsprache, die Jakob unverkennbar gemacht haben, behalten die Comic-Künstler auch in ihrem neuen Werk bei, die Fantasy-Welten von Steam Noir werden aber deutlich erwachsener und atmosphärisch abgründigen Film-Noir-Klassikern in nichts nachstehen.

Das Comicfestival München ehrt Felix Mertikat und Benjamin Schreuder mit einer Ausstellung in der Glockenbachwerkstatt, auf der neben Jakob- Originalen erste fertige Seiten und andere Illustrationen aus Steam Noir zu sehen sein werden.


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Steam Noir 02

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